
Manche Situationen dulden keinen Aufschub. Ein Suizid im Team. Ein plötzlicher Todesfall. Ein Unfall, der alles verändert. Eine akute psychische Krise mitten im Berufsalltag.
In solchen Momenten versagt Routine. Führungskräfte sind emotional mitbetroffen und gleichzeitig verantwortlich. Das Team steht unter Schock und schaut nach oben. Und die Frage, die niemand laut stellt: Was tun wir jetzt?
Falsche Reaktionen in den ersten Stunden nach einem kritischen Ereignis erhöhen das Risiko für Posttraumatische Belastungsstörungen signifikant. Richtige, strukturierte Unterstützung reduziert Langzeitfolgen messbar (Everly & Mitchell, 2000, International Journal of Emergency Mental Health; NICE Guidelines, 2018). Krisen brauchen keine Betroffenheitsrhetorik. Sie brauchen Struktur, Erfahrung und einen klaren Kopf.
Das ist mein Arbeitsfeld.
Was ich anbiete
Notfallpsychologische Akutbegleitung
Stabilisierung von Einzelpersonen und Teams unmittelbar nach traumatischen Ereignissen. Ziel ist psychische Erste Hilfe: Orientierung geben, Schock auffangen, Spätfolgen reduzieren.
Critical Incident Stress Debriefing (CISD)
Strukturiertes Gruppenverfahren zur Nachbesprechung belastender Ereignisse auf Basis des 7-Phasen-Modells nach Mitchell & Everly.
Kriseninterventionstraining für Führungskräfte
Psychologisches Grundlagenwissen und konkrete Handlungssicherheit für Führungskräfte: was hilft, was schadet, wann weitervermitteln.
Trauerbegleitung im Unternehmen
Moderation von Trauergesprächen, Begleitung von Prozessen, Unterstützung für Führungskräfte bei angemessener Reaktion.
Ausbildung und Implementierung von PEER-Systemen
Kollegiale Ersthelfer (PEERs) nach Standards der DGUV (206-023). Aufbau eines internen PEER-Systems von der Konzeption bis zur Integration ins betriebliche Gesundheitsmanagement.
Häufige Fragen (FAQ)
Wann sollte ich handeln?
So früh wie möglich. Die kritische Zeitspanne für psychologische Erstintervention liegt bei 24 bis 72 Stunden nach dem Ereignis. Zögern Sie nicht, weil Sie unsicher sind, ob es „schlimm genug“ ist. Das klären wir im ersten Gespräch.
Was ist der Unterschied zwischen Krisenintervention und Therapie?
Krisenintervention ist akute Stabilisierung, keine Behandlung. Ziel ist Handlungsfähigkeit wiederherstellen und Schlimmeres verhindern. Wenn therapeutische Unterstützung notwendig ist, vermittle ich weiter.
Können Sie auch präventiv tätig werden?
Ja. Kriseninterventionstrainings für Führungskräfte, Aufbau von PEER-Systemen und Entwicklung von Krisenreaktionsplänen.
Wie diskret ist die Zusammenarbeit?
Vollständig. Ich arbeite vertraulich, ohne Außendarstellung und ohne Nennung von Klienten.
