krise
 

Wenn es ernst wird: Psychologische Begleitung in Krisen

 

Notfallpsychologie, Krisenintervention und Trauerbegleitung im Arbeitskontext

Unvorhersehbare Ereignisse wie Suizid, plötzlicher Tod, Unfälle, Gewaltandrohungen oder akute psychische Krisen werfen Menschen – und Organisationen – aus der Bahn.

Routine versagt, Handlungssicherheit fehlt. Die betroffenen Personen stehen oft unter Schock. Führungskräfte sind emotional mitbetroffen und gleichzeitig verantwortlich.

Krisen brauchen Struktur, Erfahrung und einen klaren Rahmen.

Als Notfallpsychologin, Coachin und Ausbilderin für PEER-Systeme unterstütze ich Sie, Ihr Team und Ihre Organisation – in der akuten Phase, in der Vorbereitung und in der Nachsorge.
 

Leistungen im Überblick

 

1. Notfallpsychologische Akutbegleitung
Für Einzelpersonen, Teams und Organisationen unmittelbar nach traumatischen Ereignissen.

Ziel: Stabilisierung, Orientierung, Schutz vor Spätfolgen wie PTBS.

2. Ausbildung und Implementierung von PEER-Systemen
PEERs (kollegiale Ersthelfende) können nach traumatischen Ereignissen schnell stabilisieren und entlasten – innerhalb von 24–72 Stunden. Ich bilde PEERs nach den Standards der DGUV (206-023) aus.

3. Kriseninterventionstrainings für Führungskräfte
Wie gehe ich mit betroffenen Mitarbeitenden um? Was hilft – und was nicht?
Psychologisches Grundlagenwissen und Handlungssicherheit für Führungskräfte, die keine Therapeuten sein müssen, aber Verantwortung tragen.

4. Trauerbegleitung im Unternehmen
Nach dem Tod von Kolleg:innen braucht das Team Raum für Trauer. Ich moderiere Gespräche, begleite Prozesse und gestalte mit Ihnen den angemessenen Umgang.

5. Critical Incident Stress Debriefing (CISD)
Strukturiertes Gruppenverfahren zur Nachbesprechung akuter belastender Ereignisse – auf Basis des 7-Phasen-Modells von Mitchell & Everly.
 

Ziel der Intervention: Stabilität und Verbindung

 

Die Forschung ist eindeutig:
Menschen, die in ihrer Arbeitskultur ernst genommen, verstanden und traumasensibel begleitet werden, erholen sich schneller und entwickeln deutlich seltener Spätfolgen (z. B. PTBS).

Traumasensibles Arbeiten bedeutet:
• psychische Reaktionen nicht bagatellisieren
• schnelle, strukturierte Unterstützung anbieten
• Normalität herstellen, ohne zu überfordern
• Verbindung ermöglichen – denn Trauma macht einsam
 

Ausbildung von PEERs in Ihrer Organisation

 

Kollegiale Ersthelfer:innen (PEERs) sind häufig die erste Anlaufstelle nach belastenden Ereignissen. Sie kennen die Strukturen, sprechen dieselbe Sprache, haben Vertrauen aufgebaut.

Ausbildungsinhalte:
• psychologische Grundlagen zu akuter Belastung
• Gesprächsführung in Krisensituationen
• Rollenklärung: Unterstützung, keine Therapie
• Abgrenzung und Weitervermittlung
• praktische Fallübungen, strukturierte Intervention
• Nachbetreuung und Integration ins BGM

Ziel: Aufbau eines internen PEER-Systems zur schnellen Reaktion bei traumatischen Ereignissen – rechtssicher, wirksam, kollegial.
 

Trauer am Arbeitsplatz: Raum geben, professionell begleiten

 

Ein plötzlicher Todesfall im Kollegenkreis trifft das ganze Team. Trauer lässt sich nicht outsourcen – sie ist Teil des Miteinanders.

Ich unterstütze Sie dabei, angemessen, individuell und menschlich zu reagieren.

Formate:
• Moderation von Trauerbesprechungen im Team
• Reflexion von Führungsrollen im Trauerprozess
• psychosoziale Begleitung von Mitarbeitenden
• präventive Aufklärung über Trauerreaktionen
 
 

FAQ – Häufige Fragen

 

Wann sollte ein Debriefing oder eine Akutbegleitung stattfinden?
Idealerweise innerhalb der ersten 24–72 Stunden nach dem Ereignis. Je früher stabilisiert wird, desto niedriger das Risiko für Folgestörungen.

Wie lange dauert eine Krisenintervention?
Das hängt vom Format ab.
• Einzelgespräche: 60–90 Minuten
• Debriefings: ca. 2–3 Stunden
• PEER-Ausbildung: ca. 2–3 Tage zzgl. Supervision

Wer kann PEER werden?
Mitarbeitende mit hoher Sozialkompetenz und beruflicher Erfahrung im Unternehmen. Sie benötigen keine psychologische Ausbildung, aber eine strukturierte Schulung und Begleitung.

Wird Trauer im Unternehmen nicht zu sehr „aufgebauscht“?
Nein. Professionell begleitete Trauerprozesse entlasten alle Beteiligten. Sie verhindern Störungen im Teamgefüge, verdeckte Konflikte und psychische Folgereaktionen. Trauer am Arbeitsplatz ist Realität – und darf Raum bekommen.
 
 

Sie brauchen jetzt eine klare, professionelle Begleitung?

 

Dann sprechen Sie mich an. Ich unterstütze Sie und Ihre Organisation – präventiv, akut oder in der Nachsorge. Ohne Pathos, mit klarem Kopf und viel Erfahrung.